Bei der Wahl eines neuen Fahrrads ist die richtige Passform zweifellos der wichtigste Faktor. Ist das Fahrrad zu klein, fühlt man sich unwohl und kann sich nicht richtig strecken. Ist es zu groß, kann selbst das Erreichen des Lenkers schwierig sein.
Radfahren ist zwar ein gesunder Sport, birgt aber auch einige potenzielle Sicherheitsrisiken, wie beispielsweise die Wahl der falschen Fahrradgröße, die zu lang anhaltenden Verletzungen führen kann. Die meisten Autokäufer hingegen benötigen keine Experten, um die richtige Fahrradgröße zu finden. Wenn Sie sich mit dem gewünschten Neuwagen nicht gut auskennen, sind Sie nicht allein – das geht den meisten so. Viele zögern daher, ein neues Auto online zu kaufen, weil sie es nicht persönlich Probe fahren können.
Bevor Sie ein Fahrrad kaufen, sollten Sie einige Körpermaße ermitteln. Die Fahrradgröße richtet sich nach Körpergröße und Statur, nicht nach Gewicht. Sie benötigen Ihre Körpergröße, Spannweite, Rumpflänge und Armlänge – die wichtigsten Maße. Ziehen Sie vor dem Messen unbedingt Ihre Schuhe aus. Mit der Hilfe eines erfahrenen Radfahrers und einem flexiblen Maßband geht das Messen leichter.
In dieser Kurzanleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie richtig messen, damit Sie unbesorgt online einkaufen können.
Grundsätze für die Wahl der Fahrradgröße
Während viele Fahrräder in gängigen Größen wie S, M, L oder XL erhältlich sind, trifft dies nicht auf alle Fahrräder zu. Diese Fahrräder werden in Zoll oder Zentimetern als Größenangabe angeboten (z. B. 18 Zoll oder 58 Zentimeter).
Die Rahmengröße bezieht sich auf die Länge des Lenkerrohrs. Es gibt zwei Messmethoden.
„CT“ bezeichnet den Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zum Ende des Rahmenrohrs.
„CC“ bezeichnet den vertikalen Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur Mitte des oberen Rahmenrohrs.
Es gibt derzeit keinen Branchenstandard für die Fahrradgrößenbestimmung oder die Fahreranpassung, und die meisten Hersteller messen Fahrradgrößen etwas unterschiedlich. Frauen und Kinder (insbesondere junge Mädchen) haben kürzere Arme und längere Beine als männliche Radfahrer. Daher ist ihre Eignung für Fahrräder, insbesondere Rennräder, etwas anders. Eine einfache Faustregel für Frauen und Kinder lautet: Wenn Sie zwischen zwei Fahrradgrößen schwanken, wählen Sie die kleinere. Kleinere Fahrräder sind leichter zu kontrollieren, und die Sattelhöhe kann problemlos angepasst werden.
Dennoch sollte jede Fahrradmarke einige Spezifikationen basierend auf ihren eigenen Maßen anbieten. Um eine Größentabelle zu finden, besuchen Sie die Website der jeweiligen Marke und geben Sie deren bevorzugten Standard an.
So messen Sie Ihre Fahrradgröße
Egal welchen Fahrradtyp Sie bevorzugen, achten Sie unbedingt auf die richtige Rahmengröße. Das ist nicht nur für den Komfort, sondern auch für die Sicherheit wichtig. Anfänger benötigen dafür lediglich ein flexibles Maßband, um ihr Fahrrad auszumessen. Mit diesen Maßen finden Sie die passende Rahmengröße.
Wenn Sie eine exakt passende Größe benötigen, sollten Sie zuerst Ihren örtlichen Fahrradladen aufsuchen.
Welche Größe benötige ich?
Zu lernen, wie man ein Fahrrad richtig vermisst, ist nur die halbe Miete. Um die passende Fahrradgröße für Ihre Anatomie zu finden, müssen Sie außerdem drei weitere Maße nehmen.
Körpergröße: Dies ist ein entscheidender erster Schritt. Die meisten Hersteller bieten Größentabellen für Fahrräder an, die die passende Rahmengröße für die Körpergröße des Fahrers angeben. Die Körpergröße allein garantiert jedoch keine optimale Passform. Daher empfehlen wir, zusätzlich die beiden folgenden Maße zu nehmen.
Schrittlänge (Spannweite): Stellen Sie sich mit etwa 15 cm (6 Zoll) Abstand zwischen den Füßen hin, wie beim Fahrradfahren. Messen Sie die Länge vom Schritt bis zur Fußsohle. Am einfachsten ist es, wenn Ihnen jemand dabei hilft. Wenn Sie alleine sind, können Sie ein Buch mit festem Einband verwenden: Ziehen Sie Radschuhe an und stellen Sie sich aufrecht an eine Wand. Setzen Sie sich rittlings auf das Buch und halten Sie den Rücken gerade. Markieren Sie mit einem Bleistift die Stelle, an der der Buchrücken die Wand berührt. Treten Sie dann von der Wand zurück und messen Sie die Länge von der Markierung bis zum Boden. Wiederholen Sie die Messung mehrmals, um ein genaues Ergebnis zu erzielen.
Ideale Sattelhöhe: Für eine sichere Fahrt benötigen Sie etwas Abstand zwischen Ihrem Schritt und dem Oberrohr (bei Rennrädern, Citybikes und Gravelbikes etwa drei Finger breit). Bei Rennrädern wird ein Mindestabstand von 5 cm empfohlen.
Bei Mountainbikes schafft man mit mindestens 10–12,5 cm Bodenfreiheit zusätzlichen Platz. Das hilft, Verletzungen zu vermeiden, falls man plötzlich bremsen oder aus dem Sattel springen muss!
Zuerst müssen Sie die Sattelhöhe bestimmen. Bei einem Rennrad multiplizieren Sie Ihre Schrittlänge (Spannweite) mit 0,67. Bei Mountainbikes multiplizieren Sie die Schrittlänge mit 0,59. Auch Ihre Körpergröße im Stehen wird zur Ermittlung der richtigen Rahmengröße berücksichtigt – siehe unten.
Fahrradmodell und Größe
Rennräder sind schwieriger als andere Fahrräder in der Wahl der passenden Rahmengröße und erfordern mehr Messungen, um die optimale Passform zu erreichen. Neben der Sattelhöhe ist auch die horizontale Länge – oft als „Reach“ bezeichnet – wichtig. Das ist die Position der Füße auf den Pedalen, die es ermöglicht, sich bequem nach vorne zu strecken. Die gute Nachricht: Hat man den richtigen Rahmen gefunden, lassen sich Komponenten wie Sattelposition (vorne/hinten) und Vorbaulänge für optimalen Fahrkomfort feinjustieren.
Sobald Sie einen passenden Rahmen gefunden haben, sollten Sie ihn in Ihrem Fahrradladen überprüfen lassen. Dort kann Ihnen ein professioneller Mechaniker bei der Anpassung helfen und Teile austauschen, die nicht passen (z. B. Vorbau, Lenker, Sattelstütze usw.). Die Stehhöhe ist bei der Wahl der richtigen Rahmengröße für Mountainbikes oder Citybikes entscheidend. Die Stehhöhe, also der Abstand von der Mitte des Oberrohrs zum Boden, sollte je nach Fahrradtyp 5–12 cm geringer sein als Ihre Schrittlänge. Mountainbiker benötigen 10–12 cm Bodenfreiheit, während Rennradfahrer und Citybiker nur etwa 5 cm benötigen.
Wie Sie das richtige Fahrrad für sich auswählen
Verschiedene Fahrradtypen haben ihre Vor- und Nachteile, aber es gibt kein bestes oder schlechtestes. Das richtige Fahrrad ist eines, das Sie als bequem, funktional und angenehm zu fahren empfinden.
Die Wahl des richtigen Fahrrads ist eine persönliche Entscheidung. Informieren Sie sich daher gründlich und planen Sie ein realistisches Budget ein. Die Fahrradpreise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, was durch die stark gestiegene Beliebtheit von Fahrrädern während der Covid-19-Pandemie noch verstärkt wurde.
Die größte Herausforderung besteht darin, sich für den richtigen Fahrradtyp zu entscheiden. Sobald man den passenden Typ gefunden hat, sollte man sich auf wichtige Kriterien wie Passform, Funktionalität und Komfort konzentrieren.
Veröffentlichungsdatum: 15. Februar 2022

